Daten werden geladen!

Wissenswertes über Bio, BioWein, BioSpirituosen so wie zum Wein allgemein

 

Hier finden Sie unsere Wissenssammlung zu den Themen Bio, BioWein, BioSpirituosen sowie zum ökologischen Weinbau und Wein allgemein.
Klicken Sie auf einen der untenstehenden Links um zum entsprechenden Thema zu springen.

Einige Themen sind zur Zeit noch unter Bearbeitung und es gibt daher noch keinen Text unter dem Link. Hier bitten wir noch um etwas Geduld.

 

Was ist Bio?
 

Was ist BioWein?
 

Was sind BioSpirituosen?

Alles zum Thema Schwefel im BioWein:

Vegane BioWeine

Vegane BioSpirituosen

Süße / Restsüße BioWeine
 

Haben Sie noch mehr Fragen?

 

Nutzungshinweise: Die Texte auf dieser Seite unterliegen dem Copyright von BioWeinReich. Verwendung, Abdruck und Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung durch BioWeinReich. 
Gerne dürfen Sie auf diese Seite von Ihrer eigenen Seite verlinken oder die Seite über Facebook oder andere soziale Medien sharen.

 

---

 

Was ist BIO?

Diese Seite ist gedacht für all diejenigen die mit der Silbe "Bio" noch nicht recht viel anfangen können oder sich dem Thema bisher nur mit Skepsis genähert haben.
Wir haben auf dieser Seite alle wichtigen Begriffe mit Links zu weiterführenden Seiten hinterlegt, so daß Sie Sich umfassend informieren können.

Grundlagen

Unter BIO werden "Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau" verstanden, die nach den Auflagen der EG-Öko-Verordnung hergestellt wurden und deren Produktion von einem unabhängigen Prüfinstitut regelmässig überprüft wird.
Um sich in dem Dschungel der Bezeichnungen und Formulierungen zurecht zu finden, gilt in Deutschland eine einfache Regel: "Nur wo 'Bio' oder 'Öko' drauf steht, ist auch 'Bio' oder 'Öko' drin", denn "Bio" und "Öko" sind in Deutschland geschützt. In anderen Ländern sind es andere Bezeichnungen.
Achtung: Es gibt zurzeit noch einige Lebensmittel, deren Warenzeichen mit dem Wort-Bestandteil "bio" vor Inkrafttreten der Öko-Verordnung eingetragen und geschützt wurden. Sie dürfen diese Bezeichnung bis zum Jahr 2006 weiterhin tragen, obwohl sie nicht biologisch erzeugt werden. Zum Beispiel "Biofit", "Bioreform" oder "Bioghurt".

In Deutschland können diese Produkte auch mit dem deutschen Bio-Siegel ausgezeichnet werden, in anderen Ländern der EU gibt es andere, abweichende, teilweise auch nur regional verwendete Siegel.

Seit dem 1. Juli 2010 ist das neue EU-Bio-Siegel  in Kraft, es soll die landesspezifischen Siegel für den Ökologischen Landbau nach und nach ersetzen. Wein darf dieses Siegel NUR DANN tragen, wenn auch die Weinbereitung der neuesten EU-Richtlinie für die Erzeugung von "ökologischem Wein" / BioWein entspricht (s. unten unter "... und der Weinbau")

Der Fachmann erkennt BIO-Produkte an der Bezeichnung für ökologischen Landbau in der jeweiligen Landessprache und der Kontrollnummer einer der lokalen Öko-Kontrollstellen. 
In jedem Land sind die Bezeichnungen für ökologischen Landbau durch die EG-Öko-Verordnung geschützt:

 

Land  Bezeichnung
Frankreich  Agriculture Biologique
Italien  Agricoltura Biologica
Spanien  Agricultura ecológica


Inhalt der Verordnung


Zusammengefasst gilt für Bio-Produkte:

 

Verbote:

  • Verbot der Bestrahlung von Öko-Lebensmitteln
  • Verbot gentechnisch veränderter Organismen
  • Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
  • Verzicht auf leicht lösliche, mineralische Dünger

Anforderungen:

  • Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen
  • Flächengebundene, artgerechte Tierhaltung
  • Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern

Dies sind allerdings "nur" die Vorgaben der EG-Öko-Verordnung. Viele Produzenten gehören verschiedenen Verbänden an wie z.B. Bioland,NaturlandDemeter oder Ecovin in Deutschland oder Nature et Progrès in Frankreich. Diese Verbände haben eigene Regelungen, die teilweise weit über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen, sie aber immer vollständig enthalten.

Aus der Praxis

BioWeinReich arbeitet nur mit zertifizierten Produzenten und Handelspartnern und vertreibt nur zertifizierte kontrollierte Produkte. Als einzige Ausnahme vertreiben wir noch besonders alte Spirituosen, die zwar biologisch produziert wurden, aber nicht zertifizierbar sind, weil sie vor der Definition der ersten Bio-Richtlinien hergestellt wurden. Aus unserer langjährigen "Bio-Erfahrung" heraus können wir sagen, dass alle zertifizierten Produzenten, die wir bisher kennengelernt haben, voll und ganz hinter den Grundsätzen der EU-Öko-Verordnung bzw. ihres jeweiligen Verbandes stehen. Die meisten gehen sogar über die Vorgaben hinaus.

Leider gibt es aber auch immer wieder nicht zertifizierte Betriebe, die Ihren End-Kunden oder sogar uns als Wiederverkäufern erzählen, dass Sie selbstverständlich ökologisch arbeiten und nur "ganz wenig" oder gar keine Spritzmittel verwenden. Leider sind diese Aussagen oft nicht viel wert, denn der konventionelle Produzent hat jederzeit die Möglichkeit auf die ganze Palette der "chemischen Keule" zurückzugreifen. Und wenn seine Produktion auf dem Spiel steht, wird er es auch tun. Es ist letztlich eine Vertrauensfrage, aber es geht bei der Landwirtschaft und insbesondere beim Weinbau natürlich auch um Geld, teilweise sogar um viel Geld. Wenn Sie also auf "ökologische" Produkte ohne weitere Hinweise auf einen Bio-Verband stoßen, fragen Sie kritisch nach und lassen Sie Sich im Zweifel ruhig mal das Bio-Zertifikat zeigen!

Unser Bio-Zertifikat als Handelsunternehmen finden Sie übrigens hier.

Das Ergebnis zählt ...

Auch wenn das alles recht kompliziert klingen mag, das System der Bio-Zertifizierung funktioniert in der Praxis recht gut. Tests von unabhängigen Institutionen wie z.B. Greenpeace oder Ökotest zeigen immer wieder: Bei Schadstofffreiheit und Produktqualität hat BIO die Nase vorn!

nach oben

 

 

Was ist BioWein?

Beim Weinbau gab es bis zur Ernte 2012 nur eine Zertifizierung für den Anbau der Trauben. Hierfür galten im Grunde die gleichen Regeln wie für den Anbau von Bio-Gemüse und Bio-Obst. Die Vinifizierung, also die Herstellung des Weines aus den Trauben bzw. dem Traubenmost, oblag dem Winzer. Hier haben sich einige Verbände besondere Auflagen auferlegt, z.B. im Bereich der Kellertechnik.
Wein aus derartiger Produktion wurde als "Wein aus Trauben aus kontrolliert biologischem Anbau" bezeichnet. Dieser Text befindet sich (häufig in der Sprache des Ursprungslandes) auf der Flasche. Der Begriff "BioWein" wurde für derartige Weine bereits benutzt, auch wenn dies sachlich nicht ganz richtig war.

Ab der Ernte 2012 können die Winzer nun auch die neuen EU-Regelungen für "ökologischen Wein" oder "BioWein" durch Anpassung Ihrer Vinifikation umsetzen. So produzierter Wein darf dann auch das neue EU-Bio-Siegel  tragen.

Generell kann man die Vorteile des ökologischen Weinbaus wie folgt zusammenfassen:

  • Schadstoffarmes, häufig sogar schadstofffreies Produkt durch Verzicht auf synthetischen Pflanzenschutz
    (Im konventionellen  Massenanbau sind die eingesetzen Mengen nicht unerheblich! Moderne synthetische Pflanzenschutzmittel dringen sogar dauerhaft in die Pflanzen ein und lassen sich somit auch nicht mehr abwaschen. Die Anbieter von Spritzmitteln bieten daher separate "Neutralisierungsprodukte" an. Umgang, Ausbringung und Entsorgung vieler Stoffe sind problematisch und führen häufig zu Schäden an Natur und Mensch. Viele Winzer haben daher auch aus "gesundheitlichen Gründen" auf Bio umgestellt.)
  • Geringerer Schwefelgehalt
    BioWinzer gehen sehr sparsam mit dem Schwefel um. Generell ist nur etwa ein Drittel der Höchstmenge im konventionellen Weinbau erlaubt!
  • Keine Gentechnik im Wein!
  • Erhaltung des "Ökosystems Weinberg"
  • Weinschönung nur sehr eingeschränkt erlaubt
    In der Kellertechnik sind nur die auf einer Positivliste aufgeführten natürlichen Hilfsmittel erlaubt. Eine Kurzzeithocherhitzung und Heißabfüllung für Öko-Weine ist nicht erlaubt. Dadurch sind ökologische Weine auch reicher an Vitaminen.
  • Schonender Anbau ("Klasse statt Masse!")

Der schonende Umgang mit der Natur kommt nach unserer Erfahrung inzwischen auch deutlich der Qualität der Weine zugute.

Zu kompliziert?

Wenn Ihnen das jetzt alles viel zu kompliziert erscheint, dann verlassen Sie Sich einfach auf uns. Wir beraten Sie gerne und garantieren Ihnen, dass wir alle unsere Produkte nur nach sorgfältiger Prüfung zum Verkauf freigeben. Bereits seit 2003 haben wir umfangreiche Erfahrungen im Bereich des ökologischen Weinbaus und Landbaus gesammelt. Gerne beantworten wir auch Detailfragen zu diesem Themen oder diskutieren mit Ihnen z.B. auf Facebook.
 

nach oben

 

 

Was sind BioSpirituosen?

BioSpirituosen werden nach den Richtlinien der EU-Öko-Verordnung hergestellt und kontrolliert. Die Produkte müssen aus mindestens 95% Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau bestehen. Dies bedeutet, das der Alkohol und alle wesentlichen Zutaten aus Bio-Produktion stammen. Wir bemühen uns jedoch nur Produkte aufzunehmen, die zu 100% Zutaten aus Bio-Anbau enthalten. Bedauerlicherweise können einige Aromastoffe in einigen wenigen Produkten derzeit noch nicht durch Bio-Zutaten ersetzt werden, dies betrifft jedoch nur einige wenige Liköre in unserem Programm.

BioSpirituosen mit zusätzlicher Zertifizierung wie Bioland, Demeter oder Nature & Progres unterliegen in der Herstellung weiteren, noch strengeren Auflagen, was die Art und Herkunft der Zutaten bzw. Ausgangsstoffe angeht.

Bei Edelbränden und allen weiteren durch Brennvorgänge erzeugten BioSpirituosen wie Grappa, Cognac, Armagnac, Whisky und Tequila bieten wir ausschließlich Produkte mit 100% Bio-Zutaten ohne jegliche Zusatzstoffe wie Zuckerfarbstoffe, Stabilisatoren, etc. an.

nach oben

 

 

Schwefel im BioWein, muss das sein?

 

Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Wir sagen: JEIN. Grundsätzlich ist eine Produktion ohne den Zusatz von SO2 (Schwefeldioxid) möglich, aber das Weglassen des Schwefels hat fast immer Konsequenzen. Und nicht alle dieser Konsequenzen sind nützlich und sinnvoll im Sinne des Verbrauchers.

Das nach der Gärung zugesetzte SO2 erfüllt mehrere Aufgaben:

  • Stoppen des Gärvorganges zu dem vom Weinmacher gewünschten Zeitpunkt
    Oft ist es für einen Wein wünschenswert, wenn die Hefe, die ja bekanntlich im Rahmen der alkoholischen Gärung verschiedene Zuckerarten im Most in Alkohol umwandelt, ihre Aufgabe eben nicht bis zum Ende erfüllt, denn das bedeutet, dass nahezu kein Zucker mehr im Wein verbleiben würde. Viele Weine profitieren aber von einem gewissen Anteil Restzucker ganz erheblich, denn dieser bestimmt maßgeblich den Geschmack und auch die Aromatik. Durch eine rein mechanische Trennung, also z.B. mittels Filterungstechniken,  von Wein und Hefe ist meist nicht zu 100% zu gewährleisten, das tatsächlich alle Hefebakterien aus dem Wein herausgefiltert werden. Außerdem würden durch eine solche Behandlung auch wichtige Inhaltsstoffe (Geschmacksträger, sekundäre Pflanzenstoffe, etc.)aus dem Wein gefiltert. Die Alternative, das "Abziehen" (also Abpumpen) des Weines von der Hefe ist noch risikoreicher.
    Es bleibt also nur eines: Man muss der Hefe ein gnadenvolles Ende bereiten. Das erledigt das Schwefeldioxid, dass der Kellermeister zum optimalen Zeitpunkt zugibt und damit den Gärungsprozess beendet.
     
  • Qualitätssicherung und Konservierung des Weines
    Eine weitere Aufgabe des Schwefels ist die Sicherung der Qualität des Weines über einen längeren Zeitraum. Wir alle wünschen uns, dass eine Flasche Wein, die wir öffnen auch nach einigen Monaten oder sogar Jahren noch das gleiche angenehme Aroma und den gleichen Geschmack hat, als zum Zeitpunkt, als wir die Flasche erworben haben. 
    Ein Beispiel: Der zugesetzte Schwefel bindet beispielsweise auch Acetaldehyd, eine Vorstufe von Alkohol, dass im Rahmen der Gärung in kleinen Mengen entsteht. Bindet man diesen Stoff nicht, dann kann in Verbindung mit Sauerstoff ein sehr unangenehmer, an Kleber erinnernder Geruch entstehen. Zugesetzter Schwefel vermag unter anderem diesen störenden Geruch sogar noch nach seiner Entstehung durch einen zu hohen Sauerstoffeintrag komplett zu reduzieren.
     
  • Konservierungspotentiale
    Einige Weine, besonders Süßweine wie Beerenauslesen oder Eiswein enthalten nach Abschluß der Gärung noch sehr viel Zucker. Ein gefundenes Fressen für Hefen und andere Bakterien. Derartige Weine benötigen ein gewisses "Abwehrpotential", damit die Flasche nicht bereits kurze Zeit nach dem Öffnen verdirbt oder gar eine erneute Gärung nach der Abfüllung einsetzt und den Korken heraustreibt (haben wir alles schon erlebt ... ). Hier ist deutlich mehr Schwefel erforderlich als bei volltrockenen Weinen, die meist nur 1-6g Restzucker pro Liter aufweisen.
     
  • Freier Schwefel, Totaler Schwefel?
    Bei einigen Weinen liegen uns vom Winzer die Analysedaten der Weine und damit auch die Daten zur zugesetzen Schwefelmenge vor. Wir geben diese Werte dann bei den jeweiligen Weinen an. Dabei ist zu beachten, dass die Zahl hinter der Angabe "SO2 Total" die Gesamtmenge an zugegebenem SO2 im Rahmen der Abfüllung bzw. kurz davor bezeichnet. Der zugesetzte Schwefel reagiert natürlich in kurzer Zeit mit etwaig vorhandenen Mikroorganismen und neutralisiert sich dadurch zu einem nicht unerheblichen Teil, noch bevor der Wein in die Flasche kommt. Die Angabe "Freier Schwefel" bzw. "Freies SO2" bezeichnet die im abgefüllten Wein direkt nach der Abfüllung noch messbare Schwefelmenge. Diese ist in aller Regel deutlich geringer, als die unter "SO2 Total" angegebene Menge. Hat ein Winzer besonders viel Erfahrung mit seinen Rebsorten und arbeitet er mit einem besonders hohen Hygienestandard, so kann er es schaffen, den Wert des "Freien SO2" sehr nahe an die 0 mg/l heranzubringen. 0 mg ist nicht erwünscht, denn dann bleibt gar keine Reserve mehr als Konservierungspotential für diverese "Eventualitäten", wie beispielsweise nicht 100% keimfreie Korken.
    Ein schönes Beispiel für einen solchen Wein ist z.B. der Vementino von unserem Winzer Costeplane (Languedoc, Frankreich). Er schafft es unter 5 mg/l zu kommen.
     
  • Natürlicher Schwefelgehalt
    Einige Rebsorten enthalten in einigen Anbaugebieten bedingt durch die Sorte selbst oder einen hohen Schwefelanteil im Boden bereits eine gewisse Menge an Schwefel. Dies ist natürlich von Vorteil, besonders wenn man Weine ohne Schwefelzusatz herstellen möchte. 
     
  • BioWein hat mindestens 30% weniger Schwefel
    Für BioWeine wurde der maximal zulässige Schwefelgehalt (den die Winzer i.d.R. nie ausschöpfen) auf 30% unter den Grenzwerten für die konventionellen Weine festgelegt. BioWeine enthalten also fast immer weniger Schwefel als konventionelle Weine.


Inzwischen haben wir übrigens eine ganze Reihe sehr schöner BioWeine in unserem Programm, die ohne den Zusatz von SO2 auskommen. Diese Auswahl finden Sie hier.
 

nach oben

 

Ist Schwefel im BioWein ungesund?

 

Nach aktuellen Forschungsergebnissen sind die bei der Weinproduktion eingesetzten Schwefelmengen für die meisten Menschen vollkommen unbedenklich. Schwefel ist in vielen Lebensmitteln, sogar in Früchten und Gemüse von Natur aus enthalten. Teilweise sind die Mengen erheblich höher, als der Anteil des freien Schwefels (Freies SO2, siehe oben) in den meisten Weinen.

 

Sollten Sie an einer Schwefelallergie oder einer Unverträglichkeit auf Schwefel oder Schwefeldioxid leiden, dann sollten Sie dies Stoffe natürlich unbedingt meiden. Eine Alternative sind unsere BioWeine ohne bzw, mit geringem Schwefelzusatz. Bitte beachten Sie, dass diese Weine zwar kein zugesetztes SO2 (Schwefeldioxid) enthalten, aber je nach Rebsorte und Boden dennoch Schwefel enthalten sein kann.
Entscheidend ist für Schwefelallergiker meist der Schwefelgehalt im Endprodukt, da z.B. auch die Hefen bei der Vergärung des Weines Schwefel freisetzen. Sofern uns diese Werte durch die Winzer übermittelt werden stellen wir Sie ihnen in der Produktbeschreibung zur Verfügung.

 

Echte Schwefelallergien sind sehr selten, häufiger sind Unverträglichkeiten. Diese bestehen aber häufig gegen andere Stoffe im Wein wie z.B. das Histamin. Hier bieten wir inzwischen auch histaminfreie BioWeine an.

 

nach oben

 

Was ist "schwefelfreier" BioWein?

 

Schwefelfreier BioWein oder besser und genauer BioWein ohne zugesetzte Sulfite ist BioWein, bei dem nach der Gärung kein Schwefeldioxid (SO2) zur Konservierung und oder Stoppung der Gärung zugegeben wurde. Da das Schwefeldioxid seit Hunderten von Jahren eine Vielzahl von Funktionen bei der Weinbereitung und Konservierung erfüllt, ist das Weglassen dieser Behandlung nicht ganz unproblematisch. Die Herstellung derartiger Weine ist daher erheblich aufwendiger als die normale Weinbereitung.

Vollständig schwefelfreien BioWein gibt es übrigens nicht, insofern ist die Bezeichnung "schwefelfrei" nicht ganz korrekt. Bei der alkoholischen Gärung entstehen auch ohne Zusatz von außen natürliche Sulfite in einer Menge von 10 - 30 mg/l. Dies reicht bei einigen Weinen unter günstigen Umständen aus, um den Wein ausreichend zu konservieren. Meist müssen jedoch zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. So muß bei der Herstellung von SO2 freien BioWeinen besonders auf penible Hygiene geachtet werden, um jeglichen Eintrag von Hefen und Bakterien zu vermeiden. Nach unserem Kenntnisstand wird die SO2 freie Produktion heutzutage erreicht durch eine sehr genaue Selektion der geernteten Trauben (alle faulen Trauben, etc. müssen entfernt werden), eine bessere Filterung beim Abziehen der Weine von der Hefe, äußerste Hygiene und schnelle Abfüllung unter Stickstoff-Atmosphäre. Auch verschiedene Verfahren zur kurzzeiten Erhitzung der Maische können zum Einsatz kommen. Viele Winzer haben für die SO2 freien BioWeine auch auf Schraubverschlüsse gewechselt, um einen Eintrag von Bakterien aus Korkmaterial zu verhindern.

 

Viele Rebsorten haben auch einen natürlichen Schwefelgehalt bzw. tendieren bei der Gärung zur Produktion von mehr natürlichem Schwefel und das kann ein Vorteil sein. Die roten Rebsorten haben hier i.d.R. höhere Schwefelgehalte als die Weißen. Daher sind auch nach unserer Erfahrung die SO2 freien Rotweine deutlich stabiler.


Der BioWinzer kann auch bereits im Weinberg Schwefel einsetzen, um z.B. Pilzkrankheiten zu vermeiden/eliminieren, dieser Schwefelanteil trägt dann u.U. auch zur Haltbarkeit des späteren Weines bei. Auch vor, während und nach der Gärung kann in geringen Mengen bereits Schwefel zugesetzt werden um Fehlgärungen zu vermeiden. 

 

Viele BioWinzer gehen sehr sorgfältig mit Schwefel um. Da jedoch einige Produkte zur Erhaltung der Frische eine geringe Gabe an SO2 / Schwefel benötigen, haben wir diese Kategorie auch um solche Produkte erweitert, sofern die Endprodukte einen sehr geringen Schwefelgehalt im Endprodukt aufweisen und somit für Schwefelallergiker meist gut geeignet sind.

 

Inzwischen haben wir übrigens eine ganze Reihe sehr schöner BioWeine in unserem Programm, die ohne oder nur mit sehr geringem Zusatz von SO2 auskommen. Diese Auswahl finden Sie hier.

 

nach oben

 

 

Schmeckt schwefelfreier BioWein anders?

 

Hier können wir nur aus unseren bisherigen Erfahrungen aus unseren Verkostungen berichten. Die Antwort ist zwiespältig. Einige Weine weisen einen deutlich anderen Geschmack auf, als die schwefelhaltigen Produkte des gleichen Weingutes. Meist sind dann die schwefelfrei produzierten BioWeine fruchtiger, weicher und enthalten weniger Säure, oftmals auch weniger Tannine. 
Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der Schwefel gerade Tanninstrukturen gut konserviert. Bei den schwefelfreien Varianten ist das Tanningerüst des Weines daher meist deutlich "dünner". Viele Menschen schätzen weiche, fruchtige und eingängige BioWeine. Hier können wir die schwefelfreien Varianten uneingeschränkt empfehlen. 

Bei folgenden Weinen konnten wir sensorisch kaum Unterschiede zu Weinen mit Schwefelzusatz feststellen:

Bei den Weißweinen und Schaumweinen ohne Schwefel ist der Unterschied nach unseren Erfahrungen am deutlichsten. Die Schaumweine büßen oftmals etwas Frische ein und können eine leichte oxidative Note entwickeln, die aber keineswegs unangenehm sein muss. Viele edle Champagner werden ja sogar absichtlich oxidiert und fließen dann goldgelb fast bernsteinfarben ins Glas.

 

Die von uns ausgewählten Bio-Schaumweine ohne bzw. mit geringem Schwefelzusatz haben uns in den Punkten Frische und Stabilität überzeugt. Auch hier sind einige Rebsorten besser geeignet als andere. So ist der je nach Jahrgang SO2 frei bzw. mit sehr geringen Schwefelgaben (microsulfites) hergestellte Crémant von André Stentz (weiß und rosé) aus dem Elsaß eigentlich in jedem Jahrgang eine Freude gewesen.

 

Bei den Weißweinen sieht es leider bislang schlecht aus. Alle schwefelfreien Produkte sind inzwischen wieder vom Markt verschwunden. Zu instabil und auch geschmacklich nicht überzeugend. Wir bleiben aber für Sie weiter am Ball und werden unser Sortiment kurzfristig erweitern, wenn wir hier neue Produkte entdecken, die unseren Qualitätsstandards entsprechen.

 

nach oben

 

Kopfschmerzen nach BioWeingenuß, was können die Ursachen sein?

 

Kopfschmerzen nach Weingenuß können vielfältige Ursachen haben. Vorab müssen wir erwähnen, dass dies keine medizinische Beratung ist. Bei ungeklärten Kopfschmerzen empfehlen wir daher immer zuerst den Arzt aufzusuchen. Der Autor ist jedoch selbst von verschiedenen Unverträglichkeiten betroffen, die unter anderem auch zu Kopfschmerzen führen können.

 

Wer direkt nach dem Genuß von Wein Kopfschmerzen bekommt, sollte zunächst analysieren, welche Menge er zu sich genommen hat. Wenn die Kopfschmerzen bereits nach einem halben oder einem kleinen Weinglas (bis ca. 0,15l) auftreten, kann der Alkohol als Ursache ausgeschlossen werden. Bei den meisten BioWeinen dürfte in diesem Falle auch die Schwefelmenge viel zu gering sein, um gesundheitliche Effekte auszulösen. Eine Ausnahme sind einige restsüße Weine, die einen sehr hohen Schwefelgehalt aufweisen können.

 

Wahrscheinlicher ist es, dass eine Unverträglichkeit vorliegt, z.B. gegen das in vielen Weinen vorhandene Histamin. Eine Histaminunverträglichkeit äußert sich beim Weingenuß oft langsam. Es beginnt mit leichten, ziehenden Kopfschmerzen in der Stirn und sehr oft ist auch die Nase beteiligt. Man bekommt eine "verstopfte Nase", die Atmung ist behindert. Wird dann weiter Histamin zugeführt oder aber ein sogenannter Histamin-Deliberator aufgenommen (z.B. Orangensaft, Tomaten, Schokolade) wird es schnell schlimmer. Auch scharfe Gewürze können eine Reaktion auslösen oder verschlimmern. Sehr aufschlußreich ist in diesem Zusammenhang die WebSite der Schweizerische Interessen­ge­mein­schaft Hist­amin-In­to­le­ranz (SIGHI)  unter http://www.histaminintoleranz.ch und besonders das Merkblatt Histaminarme Ernährung (letzte Seite).

 

Eine Histaminunverträglichkeit kann vom Facharzt leicht und eindeutig per Bluttest bestimmt werden. Beim Auftreten derartiger Phänomene ist eine ärztliche Untersuchung daher unbedingt ratsam.

 

Ist die Histaminunverträglichkeit nachgewiesen, dann sollte Histamin gemieden werden, z.B. indem nur noch histaminarme BioWeine konsumiert werden. Der Autor hat aber auch gute Erfahrungen mit DAO-Hemmern gemacht (z.B. Daosin). Diese greifen oft auch kurzfristig noch, wenn man feststellt, das ein leichter Kopfschmerz sich entwickelt. Längerfristig können Antihistaminika helfen.

 

Grundsätzlich enthalten gereifte BioWeine mehr Histamin als Jungweine, da das Histamin bei Oxidationsprozessen entsteht.

Betroffenen kann ich aus eigener Erfahrung Mut zusprechen: Eine Histaminunverträglichkeit ist in der Regel nie konstant. Je nach Kombination mit anderen Lebensmitteln oder aktuellem Gesundheitsstatus werden sogar stark histaminhaltige Weine vertragen. Auch gänzlich ohne Medikamentierung. Man muss es ausprobieren und stets bei einer Reaktion genau analysieren, was man zu sich genommen hat. Oft spielen die Deliberatoren eine entscheidende Rolle.

 

Eine echte Schwefelallergie ist selten und - wie bereits erwähnt - kommt es auf die Dosis an. Um nennenswerte Mengen an Schwefel beim Genuß von BioWeinen aufzunehmen, müssten die meisten Menschen so viel Wein trinken, dass die aufgenommene Alkoholmenge meist deutlich früher zu einem Problem führen würde. Eine ärztliche Untersuchung und Diagnosestellung ist in jedem Falle ratsam, wenn man auch schon auf kleine Mengen reagiert.

 

Wir empfehlen Personen mit einer nachgewiesenen Schwefelallergie auf die Werte des Restschwefels im BioWein zu achten. Diese sind insbesondere bei den von uns angebotenen BioWeinen ohne Schwefelzusatz sehr gering, da in diesen Weinen ausschließlich der bei der Gärung entstehende natürliche Schwefel enthalten ist.

 

Der entscheidende Wert ist der sogenannte Freie Schwefel (Freies SO2). Wir geben diesen Wert bei unseren BioWeinen möglichst immer an, wenn wir ihn von den Winzern/Importeuren erhalten. BioWeine mit sehr geringen Gehalten an freiem SO2 ordnen wir auch der oben verlinkten Kategorie zu.

 

nach oben

 

Vegane BioWeine

 

Vegane BioWeine wurden ohne die Verwendung jeglicher Tierischer Produkte hergestellt. In der Weinherstellung sind für BioWeine nach der aktuellen Durchführungsverordnung der EU folgende Stoffe tierischen Ursprungs zur Klärung von Weinen zugelassen:

- Speisegelatine (vom Schwein/Rind)
- Hausenblase (Fischpräparat)
- Eieralbumin (Eiweiß)
- Kasein (Milchprodukt)

Bei unseren als "vegan" gekennzeichneten BioWeinen können Sie sicher sein, dass keinerlei tierische Produkte im Produkt enthalten sind oder zur Herstellung verwendet wurden. Dies haben wir für die markierten Produkte direkt mit dem Produzenten geklärt.

Alle veganen BioWeine in unserem Programm finden Sie hier oder unter Verwendung des Filters auf der linken Seite (Nach Produktion: Vegan),

nach oben

 


Vegane BioSpirituosen

 

Vegane BioSpirituosen sind BioSpirituosen ohne jeglichen tierischen Produkte, also auch ohne Ei, Milch oder Honig.

Damit ist es BioSpirituosen ist es etwas einfacher als bei den BioWeinen. Bei den wenigsten Produkten gibt es eine "Schönung" bei der tierische Produkte verwendet werden.

Bei unseren als "vegan" gekennzeichneten BioSpirituosen können Sie sicher sein, dass keinerlei tierische Produkte im Produkt enthalten sind oder zur Herstellung verwendet wurden. Dies haben wir für die markierten Produkte direkt mit dem Produzenten geklärt.

Alle vegangen BioSpirituosen in unserem Angebot finden Sie hier

nach oben

 


Süße / Restsüße BioWeine

 

 

nach oben

 

Haben Sie noch mehr Fragen?

Haben Sie noch weitere Fragen rund um Bio, BioWeine oder BioSpirituosen? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail oder treten Sie mit uns über Facebook in Kontakt

 

nach oben

 

 

So bewerten Sie BioWeinReich

Mein bioweinreich – Login

  • GO